06 5 / 2012
Das war’s dann wohl.
Heute war sein letztes Spiel beim FC Sankt Pauli. Und das tut verdammt weh. Es ist so schon eine Tragödie. Tränen flossen. Unaufhaltbar. Ich fühle mich leer. Auch wenn er ein Abschiedsbrief schoss - es verschlimmerte alles nur noch mehr. Weil er dabei weinte. Und ich weinte wieder. Es gibt für mich nichts schlimmeres, als ihn traurig zu sehen. Und nun fühle ich mich leer und taub. Als wäre mein Herz gebrochen.
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05 4 / 2012
Deniz Naki und warum er mein Lieblingsspieler ist
Ich weiß nicht genau, warum ich Deniz Naki so sehr liebe. Vielleicht kann ich es rausfinden, wenn ich mir vor Augen halte, was ich an ihm liebe.
Ich liebe es, dass er seine Emotionen auslebt. Das ist wirklich bewundernswert - ich kann das nicht.
Ich liebe sein Temperament, das ihn nie stillstehen lässt.
Ich liebe seine Leidenschaft. Jedesmal, wenn ich ihn spielen sehe, spiegelt sie sich in seinem Gesicht wieder. Dann hat er diesen ganz besonderen, speziellen Ausdruck der Konzentration in seinen Gesichtszügen. Doch trotzdem glänzen seine Augen, in denen die Funken der Leidenschaft nur so sprühen.
Ich liebe seine Begeisterung für Fußball, einen Sport, der vielen so primitiv erscheint, doch wenn sie genauer hinsehen, sehen sie, wie komplex er ist.
Ich liebe seine Art, zu jubeln. Die von ihm empfundene Freude auszudrücken. Wenn er mit Karatekicks vor den Tribünen entlanghüpft, wenn er die Sankt Pauli-Fahne in den Boden rammt, oder wenn er einfach nur läuft, rennt, sprintet und dabei schreit, sodass man Angst bekommt, er könne sich den Kiefer ausrenken. Soweit ich weiß ist das aber zum Glück noch nicht passiert!
Ich liebe seine Offenheit; dass er zeigt, was er fühlt; dass er sagt, was er denkt.
Ich liebe es, dass er nicht nachdenkt, sondern einfach macht. Deshalb handelt er immer ehrlich - aus Gefühlen. Ich handle genauso und ich denke, dass diese Art die schönste Art des Handelns ist, auch wenn man sich dadurch verletzbar macht.
Ich liebe es, wie er andere Menschen mit seiner Freude anstecken kann. Wie er aus traurigen, ausdruckslosen oder lächelnden Gesichtern ein Strahlen, ein Lachen herauskitzelt.
Ich liebe seine Liebe. Zum Fußball, zum FC Sankt Pauli. Vor allem die zu seiner Familie.
Ich liebe ihn als Straßenfußballer.
Ich liebe ihn als Familienmensch.
Ich liebe seine Bescheidenheit. Manche Leute würden ihn nicht als bescheiden einstufen, doch er ist es. Denn er geht mit seinem Geld gewissenhafter um als die meisten Profi-Fußballer. Er unterstützt(e) seine Familie mit Geld, weil sie sonst nicht viel hat(te).
Ich bin fest davon überzeugt, dass seine Familie stolz auf ihn ist. Ich bin es auch. Und ich hoffe, er ist auch stolz auf sich und das, was er geschafft hat. Früher war er arm, jetzt hat er genug Geld, um sich und seine Eltern gut versorgen zu können. Er könnte im puren Luxus leben, doch er tut es nicht. Denn er weiß, wie wichtig Geld ist. Er hat eine starke, ehrliche, wunderschöne Persönlichkeit. Für mich ist er perfekt. Er wäre der perfekte Ehemann und Vater. Er ist mein Traummann, soweit ich ihn “kenne”.
Ihm soll nur das Beste passieren, und ich wünsche mir, dass er glücklich ist. Denn er weiß es zu schätzen. Und deshalb hat er es wirklich verdient.
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